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Ernährungsberatung - Ernähungstherapie - Abnehmkurse - Betriebliche Gesundheitsförderung

 

Cholesterin-senkende Lebensmittel auf dem Prüfstand

 

Pressemitteilung von der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologen:

 

Die Schaffung von Lebensmitteln mit gesundheitsfördernden Wirkungen boomt

Margarine, Milchprodukte oder Pflanzenöle sollen durch Zusatz des sekundären Pflanzenstoffs Phytosterol eine cholesterin-senkende Wirkung haben. Allerdings sehen Experten Zweifel am gesundheitlichen Nutzen dieser Lebensmittel.

Aussagekräftige Studien fehlen

In großen klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass Phytostrerole tatsächlich einen cholesterin-senkenden Effekt bei uns Menschen hat. Allerdings gibt es bis heute keinen einizgen wissenschaftlich vertretbaren Beweis, dass dieser Effekt auch durch Lebensmitteln eintritt, denen Phytosterine zugesetzt wurden.

Zu geringe Dosierung des Phytosterins

Um möglicherweise einen gesundheitsfördernden Effekt dieser Lebensmittel zu erhalten, müsste die Dosis der zugesetzten Phytosterine deutlich erhöht werden. Dann allerdings würde es sich bei dem Lebensmittel um ein Arzneimittel handeln. Für den Verbraucher würde das bedeuten: der kann Margarine in der Apotheke kaufen, denn ein Arzneimittel hat im Supermarkt nichts verloren!

Mögliche Gesundheitrisiken

Eine Reihe von experimentellen Studien zeigen sogar Hinweise, dass sich Phytosterine im Körper ablagern. Im Tierversuch konnte nachgewiesen werden, dass sich die Phytosterine dauerhaft im Gehirn anreichern. Möglicherweise werden auch Blutgefäße und das Herz durch mögliche Ablagerungen geschädigt.

Der Kardiologe Dr. Weingätner hat die Thematik wie folgt zusammengefasst: "Wegen der Hinweise auf Risiken und aufgrund eines fehlenden Beleges für eine positive Wirkung sind vor einer Empfehlung von Lebensmitteln mit Phytosterolen weitere Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit notwendig."

(Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz-und Kreislaufforschung e. V. (DGK), Pressestelle, Düsseldorf, Pressetext DGK 04/2011)